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Radiologische Überwachung der Nahrungsmittelkette

Radiologische Überwachung der Nahrungsmittelkette

Kontamination der Nahrungsmittelkette

Natürliche und künstliche Radioaktivität kann in der Umwelt zirkulieren, indem sie von einem Bereich in den anderen gelangt und schließlich durch Einatmen, Verschlucken oder die Kontamination trockener oder nasser Ablagerungen (Regen, Aerosole, Staub) den Menschen erreicht.

Diese künstliche Radioaktivität befindet sich in der Regel auf Nahrungsmitteln, da sie den Bewegungen stabiler Elemente „folgt“, die am Stoffwechsel von Pflanzen und Tieren beteiligt sind. Beispielsweise „folgt“ radioaktives Cäsium der Bewegung von Kalium, das als „chemisches Analogon“ gilt. Bei Tieren konzentriert sich radioaktives Cäsium in der Regel in den Muskeln (Fleisch). Radioaktives Strontium wird in der Regel in chemischer Form an die Umwelt abgegeben, wodurch es mobiler wird. Es folgt seinem chemischen Analogon – Kalzium – und reichert sich daher in der Regel in den Knochenstrukturen von Lebewesen an.

Das folgende Schaubild zeigt, welchem Pfad die Radioaktivität folgen kann, um die Nahrungsmittelkette und den Menschen zu kontaminieren.

Kontrolle von Nahrungsmitteln für den menschlichen Verzehr

Im Rahmen ihres Auftrags der radiologischen Überwachung des belgischen Staatsgebiets zielt eines der Programme der Föderalagentur für Nuklearkontrolle (FANK) auf die Kontrolle der von für den menschlichen Verzehr bestimmten Nahrungsmitteln ab.

In Zusammenarbeit mit der FASNK (Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette) werden jährlich Probenentnahme-Kampagnen durchgeführt und Nahrungsmittel gesammelt: um sie auf ihre natürliche und gegebenenfalls künstliche Radioaktivitätsbelastung zu analysieren.

  • Geerntet wird häufig verzehrtes Gemüse: Salate, Lauch, Sellerie, Blumenkohl, Rosenkohl, Weißkohl, Rotkohl, Brokkoli, Bohnen, Karotten, Chicorée, Tomaten, Gurken, Paprika, Schwarzwurzeln, Rüben, Kartoffeln, Zuchtpilze usw.
  • Auch häufig verzehrtes Obst wird geerntet: Birnen, Äpfel, Nektarinen, Kiwis, Mangos, Melonen, Orangen, Bananen usw.
  • Untersucht wird auch Fleisch von Märkten und Schlachthöfen: Rindfleisch, Kalbfleisch, Pferdefleisch, Schweinefleisch, Geflügelfleisch (darunter Hähnchen- und Putenfleisch), Kaninchenfleisch, Lammfleisch, Rehfleisch in der Saison.
  • Auch Fisch aus Fischereien und Fischgeschäften wird berücksichtigt: Süßwasserfische wie Tilapia, Wels usw., (Tief-)Seefisch wie Thunfisch, Schwertfisch, Seebrasse, Seebarsch, Wolfsbarsch, Kabeljau, Hering, Wittling, Rochen, Meerforelle, Rotbarbe, Rotbarsch, Seelachs, Lachs usw., sowie Grundfisch, z.B. Scholle, Seezunge usw.

 

last update: 
10/06/2020