Vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember organisiert die Föderalagentur für Nuklearkontrolle (FANK) gemeinsam mit ihren Partnern erneut die Radonaktion. Mit dieser jährlichen Sensibilisierungskampagne werden Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, die Radonkonzentration in ihrem Zuhause zu messen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Exposition zu verringern. Mehr als 4.000 Haushalte nahmen im vergangenen Jahr an der Kampagne teil. Die Ausgabe 2026 markiert zudem den Start des neuen Nationalen Radonaktionsplans 2026-2030.
Radon: unsichtbar, aber messbar
Radon ist ein natürlich vorkommendes
radioaktives Gas, das im Boden entsteht. Es ist farb-, geruch- und geschmacklos. Aus dem Untergrund kann es durch Risse und Öffnungen in Böden und Wänden sowie entlang von Rohrleitungen in Gebäude eindringen.
Im Freien stellt Radon kein Gesundheitsrisiko dar. In geschlossenen Räumen wie Wohnungen oder Arbeitsstätten kann es sich jedoch anreichern. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Radon nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.
Der einzige Weg, Gewissheit zu erhalten? Messen.
Radon kann weder gesehen noch gerochen oder geschmeckt werden. Eine Messung ist daher die einzige Möglichkeit festzustellen, ob Radon in Ihrem Zuhause vorhanden ist.
Im Rahmen der Radonaktion können Sie ganz einfach einen Radondetektor bestellen. Dieser wird drei Monate lang im meistgenutzten Raum im Erdgeschoss Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses aufgestellt. Nach der Analyse erhalten Sie Ihr Messergebnis. Liegt die gemessene Konzentration über dem Referenzwert von 300 Bq/m³, stehen wirksame Maßnahmen zur Verfügung, um die Radonbelastung zu senken.
Neuer Nationaler Radonaktionsplan 2026-2030
Mit dem Start der Radonaktion tritt auch der neue Nationale Radonaktionsplan 2026-2030 in Kraft. Er baut auf den bisherigen Maßnahmen auf und setzt zusätzliche Schwerpunkte auf:
- die Information der Bevölkerung;
- die Sensibilisierung von Gemeinden und lokalen Behörden;
- die Unterstützung von Fachleuten aus dem Bausektor;
- die bessere Nachverfolgung präventiver und korrigierender Maßnahmen nach Radonmessungen.
Gemeinden, Provinzen und andere lokale Partner spielen dabei eine wichtige Rolle. Indem sie Informationen weitergeben und Bürgerinnen und Bürger sensibilisieren, tragen sie dazu bei, das Radonrisiko und die Möglichkeiten zum Schutz besser bekannt zu machen.
Nehmen Sie an der Radonaktion teil
Leben Sie in einem Radonrisikogebiet oder möchten Sie mehr über die Luftqualität in Ihrem Zuhause erfahren? Bestellen Sie einen Detektor und messen Sie die Radonkonzentration in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus.
Radon messen. Radon reduzieren.
Weitere Informationen über Radon, die Kampagne und die Bestellung eines Detektors finden Sie unter:
>> Was ist Radon? | FANK - föderale Agentschaft für nukleare Kontrolle
>> www.radonaktion.be