Zahlen zu den Bestellungen für die Radonaktion 2025 Wie jedes Jahr fand die Radonaktion im Herbst 2025 statt. Insgesamt bestellten 5.135 belgische Haushalte einen Radonmelder. Aufgrund lokal erhöhter Radonrisiken kamen die meisten Bestellungen aus den Provinzen Luxemburg (1.331), Lüttich (1.148) und Namur (711). Nach einem Zeitraum von drei Monaten müssen die Detektoren zur Laboranalyse zurückgeschickt werden. Dank der Ergebnisse dieser Messungen kann die FANC das Vorkommen von Radon in unserem Land immer genauer kartieren.
Radon ist ein radioaktives, farbloses und geruchloses Gas, das natürlich vorkommt, vor allem in felsigen Böden. Im Freien ist Radon harmlos, aber wenn es sich in Gebäuden ansammelt, kann es langfristig Gesundheitsprobleme verursachen, darunter Lungenkrebs. In Belgien gibt es seit vielen Jahren eine strukturierte Politik zur Prävention und Verringerung der Radonbelastung, sowohl in Privathaushalten als auch am Arbeitsplatz. Diese Politik wird im Rahmen des belgischen nationalen Radonaktionsplans ausgearbeitet, der von der Föderalen Agentur für Nuklearkontrolle (FANC) koordiniert wird. In diesem Rahmen organisiert die FANC jedes Jahr die Radon-Aktion in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Partnerorganisationen aus Brüssel und Wallonien.
Im Jahr 2025 wurde der Radonaktionsplan 2020-2025 evaluiert und ein neuer nationaler Aktionsplan für den Zeitraum 2026-2030 auf den Weg gebracht. Nach Rücksprache mit den Kampagnenpartnern im November 2025 wurde beschlossen, in den kommenden fünf Jahren den Schwerpunkt auf die Sensibilisierung und Information professioneller Zielgruppen (lokale Behörden, Fachleute aus der Baubranche usw.) sowie auf die Entwicklung von Instrumenten zur Verbesserung der Überwachung präventiver und korrigierender Maßnahmen zu legen.
Boris DehandschutterBoris Dehandschutter, Radonexperte bei der FANC: „Der nationale Radonaktionsplan 2026-2030 folgt einer Logik der Kontinuität und Verstärkung. Sensibilisierung und Information bleiben weiterhin unerlässlich, aber wir möchten die Bevölkerung auch noch besser bei der Sanierung begleiten und Instrumente entwickeln, um ein klareres Bild von den Anti-Radon-Maßnahmen und Korrekturmaßnahmen zu erhalten, die die Menschen nach den Messungen durchführen. Darüber haben wir derzeit noch keinen ausreichenden Überblick.“
Dieser neue strategische Rahmen hat das Ziel, die Radonbelastung nachhaltig zu reduzieren und die Gesundheit der Bevölkerung bis 2030 noch besser zu schützen.
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