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Wasserstoff-Mikrobläschen im Reaktorbehälter von Tihange 2: keine Veränderung

Die Wasserstoff-Mikrobläschen in den Wänden des Reaktorbehälters von Tihange 2 haben sich nicht verändert, und es sind keine neuen Anzeichen aufgetreten. Dies geht eindeutig aus einer im Rahmen der geplanten Überholung von Tihange 2 durchgeführten Nachinspektion hervor. Die FANK hat daher keine Einwände gegen das Wiederhochfahren des Reaktors.

Zwischen 2012 und 2015 wurden die Kernreaktoren von Doel 3 und Tihange 2 nach der Entdeckung von Wasserstoff-Mikrobläschen in den Stahlwänden der Reaktorbehälter für einige Zeit stillgelegt. Eingehende Inspektionen ergaben schließlich, dass die Wasserstoff-Mikrobläschen bereits während des Schmiedens der Reaktorbehälter vorhanden waren. Während des Schmiedeprozesses wurde nicht der gesamte Wasserstoff aus dem Stahl entfernt, wodurch er an Ort und Stelle blieb und kleine flache Blasen in den Stahlwänden bildete. Die Wasserstoff-Mikrobläschen haben jedoch keinen Einfluss auf die Stahlkonstruktionen und verändern sich im Laufe der Zeit nicht. Aus diesem Grund gelangte die FANK im Jahr 2015 zu dem Schluss, dass die beiden Reaktoren wieder in Betrieb genommen werden konnten, da die Stabilität der Behälter und die Sicherheit der Reaktoren unter allen Umständen gewährleistet waren.

Gemäß der internationalen Sicherheitsvorschriften hat die FANK ENGIE Electrabel verpflichtet, regelmäßig zu überprüfen, ob sich die Situation tatsächlich nicht verändert. Die letzte Inspektion, die Ende Dezember 2020 abgeschlossen wurde, ergab geringfügige Abweichungen in den Messergebnissen, die jedoch auf die Messmethode zurückzuführen sind. Dieses Ergebnis entsprach den Erwartungen, da die gleichen Schlussfolgerungen aus früheren Inspektionen (im Jahr 2017) gezogen wurden. Es wurde keine Größenveränderung der bereits im Reaktorbehälter von Tihange 2 nachgewiesenen Wasserstoff-Mikrobläschen beobachtet, und es traten keine neuen Wasserstoff-Mikrobläschen auf.

Aufgrund dieser Ergebnisse hatte die FANK keine Einwände gegen das Wiederhochfahren von Tihange 2.

>> Lesen Sie das vollständige Dossier zu den Wasserstoff-Mikrobläschen in den Stahlwänden der Reaktorbehälter von Doel 3 und Tihange 2.